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Fuld  

Andreas Oldag und Hans-Martin Tillack
Raumschiff Brüssel
Wie die Demokratie in Europa scheitert

416 Seiten , € 19,90 / sFr 33,60
ISBN 3-87024-578-6
ARGON Verlag
Erscheinungstermin: 18. März 2003

In "Raumschiff Brüssel. Wie die Demokratie in Europa scheitert" analysieren die erfahrenen Korrespondenten Andreas Oldag und Hans-Martin Tillack die Defizite der Europäischen Union. Ihr Buch ist eine schonungslose Kritik an den Schwächen des Brüsseler Apparates und zugleich ein Aufruf, die europäische Politik zu demokratisieren. Denn Europa ist zu wichtig, um es allein Brüssel zu überlassen. Brüssel braucht ein Mehr an Demokratie. "Es ist höchste Zeit, dieses technokratische Monster vom Kopf auf die Füße zu stellen", fordern die Autoren.

Ihre umfangreichen Recherchen fördern u.a. Intrigen und Skandale zutage, die allein ausreichen müßten, um die Bürger Europas auf die Barrikaden zu treiben. Doch das System Brüssel funktioniert gut: Fehler werden verschwiegen und Probleme unter den Tisch gekehrt. Niemand trägt Verantwortung, so wird niemand zur Rechenschaft gezogen.

Der EU mangelt es an Öffentlichkeit. Die Bürger in den Mitgliedstaaten zeigen sich wenig interessiert an den Vorgängen, obwohl ihr Leben längst maßgeblich von den Entscheidungen in Brüssel bestimmt wird. Nationale politische Entscheidungen werden nicht mehr in den Hauptstädten der Länder, sondern in Brüssel gefällt, oder zumindest entscheidend vorbereitet. Demokratisch legitimiert ist nur das Europaparlament, nicht aber Präsident und Kommission.

Die Autoren fordern mehr Kontrolle und mehr Transparenz durch mehr Demokratie. Warum nicht den Präsidenten demokratisch wählen? Derzeit tagt ein Verfassungskonvent, der u.a. diese Frage diskutiert. Die Zeit drängt, denn im Mai 2004 steht der EU die Ost-Erweiterung bevor.

 
 
 



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