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RolfZacher  

Rolf Zacher
ENDSTATION FREIHEIT
Erinnerungen

319 Seiten, € 19,90
Erschienen 19 September 2002 bei Verlag

Mit der Darstellung von gebrochenen Charakteren und sozialen Randfiguren hat sich Rolf Zacher einen Namen gemacht. Auch im echten Leben war ihm diese Rolle vertraut. 1941 in Berlin geboren, macht Zacher zunächst eine Bäcker- und Konditorlehre. Während er die Schauspielschule besucht, arbeitet er in Dutzenden von Jobs; um Geld zu verdienen, und um in die verschiedensten Milieus einzutauchen. Anfang der sechziger Jahre gründet er eine kleine Studiobühne in Kreuzberg und wird für den deutschen Film entdeckt, wo er von Anfang an Hauptrollen besetzt.

Nach einem schweren Autounfall 1969 bekommt Rolf Zacher stark morphiumhaltige Medikamente verschrieben, und als diese seine Schmerzen nicht mehr lindern können, betäubt er sie mit Heroin und wird abhängig. Eine Sucht, von der er anfänglich noch glaubt, sie im Griff zu haben, und die ihn doch schon nach kurzer Zeit beherrscht. Nach über 70 Entziehungsversuchen, nach jahrelangen Gefängnisaufenthalten und etlichen sozialen und gesellschaftlichen Demütigungen, schafft es Rolf Zacher nach fast zehn Jahren, sich von der Geißel Heroin zu befreien: "Endlich war ich wieder wach. Das Geschenk, die sieben Sinne neu erleben zu dürfen, kam einer Wiedergeburt gleich..." erinnert sich Rolf Zacher und wird doch noch einmal rückfällig und entzieht ein letztes Mal. Er nimmt den Leser mit auf die Höhen und in die widerwärtigen Abgründe dieser Sucht.

Rolf Zacher erinnert sich genau, und das macht seine Erzählungen so intensiv. Sei es seine Jugend, seine Lehrjahre oder seine verschiedenen Lieben - Rolf Zacher erzählt, als hätte er alles soeben erlebt. Martina, eine seiner großen Lieben, lässt er schwanger sitzen. Sie heiratet später den Millionenerben Paul Getty III. Als dieser entführt wird, rennt die Boulevard-Presse Zacher die Türe ein, weil man ihn für den Entführer hält.

Seine Erinnerungen sind voller Abgründe, Hoffnungsschimmer, Zusammenbrüche. Sie bersten vor Leidenschaft, Lebenslust und Humor. Es ist die große Sehnsucht nach Freiheit, die sein Leben bis heute bestimmt. Eine beeindruckende und wahrhaftige Autobiographie, die sich liest wie der beste Roman.

"Einen wie Zacher muss man einfach mögen." Brigitte
"Deutschlands chaotischster, witzigster und begabtester Schauspieler." Bild am Sonntag
"Für so einen wie Zacher würden sie in Amerika überall einen roten Teppich ausrollen." Rod Steiger

 
 
 



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